... eine blaue Stunde an einem grauen Tag ...

29.05.08

27 !






Das Stehen auf eigenen Füßen ist nicht immer der leichteste Weg,

aber der Lebendigste.

16.05.08

Sommerpläne

Heute habe ich einen Flug nach Berlin gebucht.

Bin also vom 7. bis zum 23. Juli in Deutschland!

07.05.08

Mai

Es ist so frühlingsabend friedlich draußen, Tage voller Sonnenschein, Vogelgesang und Blütendüften. Ich entdecke, dass das Haus, in dem ich wohne sommergeignet ist und der neue frühsommerliche Lichteinfall kleidet es in schöne Stimmungen.
Ich arbeite und versuche mich an meinen freien Tagen auf meinen Essay zu konzentrieren, den ich Ende Mai abzugeben habe. Gleichzeitig aber ruft das Leben von vielen Seiten und ich komme nicht umhin mich in Bücher zu vertiefen, den Garten anzuträumen oder gedankenlos meinen Blick in die Weite schweifen zu lassen. Mich mit Menschen zu treffen und zusammenzusein.
Während ich letze Woche seelisch etwas zerschlissen war, hat dieser Zustand eine interessante Entspannung und Sensibilität zurückgelassen.
Das Leben passiert immer wieder. Wenn es den einen diese Woche verschont, erleidet der andere einen Schicksalsschlag. Ist aber der eine mit anderen verbunden, so werden mehrere geschlagen.
Denn *philosophier* : Niemand ist eine Insel.

05.05.08

Barbarische Sitten

So sieht das aus, wenn Griechen OStern feiern :



Man nehme ein Lamm,
einen englischen Reihenhausgarten,
(in einer Reihe von sonntagnachmittagsverschlafenen wohlgetrimmten Gärtchen)
brate das Lamm 7 Stunden am Spieß,
versäume nicht, es ständig am Drehen zu halten,
lade alle Leute ein, die man kennt
und schenke so viel klaren Alkohol aus, dass jeder am Ende glücklich ist.
(insbesondere der Gastgeber, der gegen Abend etwas taumelnd in Glut und Asche fiel, es aber mittels eines anhaltenden Rausches erst später spürte)..

28.04.08

Nichts wird so heiß gegessen ...



Ich muss keine Steuer bezahlen und plötzlich dürfen wir auch weiter hier wohnen bleiben.

Immer diese Aufregungen ...

20.04.08

Vermischtes

Einige Wochen sind ins Land gegangen und es gilt wieder neue Herausforderungen zu bewältigen.

Die letzten Tage war ich halb krank und musste arbeiten, was irgendwie ging, aber naja. Samstage sind schrecklich, gestern wieder 8 Stunden nur Abwaschen und Tassen einsammeln. Nach so einem Tag frage ich mich schon, ob sich dieser Job lohnt; vorallem, weil man ständig die gleichen Bewegungen macht und meine rechte Schulter total verspannt ist und weh tut (schon son richtiges Ziehpieken :-/). Meine Fingernägel sind auch demoliert und meine Hände je nach Tagesform. Wenn man dann mal zwischendurch gegen den Geschirrspüler rennt oder sich sonstwo anhaut hat man so schöngefärbte Flecken auf den Beinen ...


Unser Vermieter hatte sich letzte Woche angekündigt, um unseren Vertrag zu verlängern, da wie nur für 6 Monate unterschrieben haben.

Hier in England gibt es die sogennante Council Tax, so eine Art Gemeindesteuer die jeder bezahlen muss und die nicht wenig ist. Normalerweise müssen Studenten das nicht bezahlen, aber da ich Part-Time Studentin bin, müsste ich es (zu verringertem Satz) theoretisch bezahlen. Wir haben so einen Brief bekommen, mit einem Antrag für Studenten, da hab ich mich einfach miteingetragen, je nachdem ob die meine Studentennummer überprüfen oder nicht, hängt es davon ab, ob ich jetzt mal auf die Schnelle ein paar hundert Pfund hinblättern muss.

Nebenbei bemerkt ist diese Logik total bizarr: Kann ich es mir leisten Vollzeit zu studieren und habe von irgenwoher finanzielle Unterstützung, muss ich keine Council Tax bezahlen. Studiere ich aber länger, weil mich niemand durchfüttert und arbeite nebenher noch (s.o) mit Mindestlohn und Halbtags, muss ich Coucil Tax bezahlen.
Das ist ungerecht!

Zurück zum Vermieter (sowas nennt sich hier 'landlord', die Engländer haben scheinbar Adelphantasien, sobald sie was zu vermieten haben ;-).
Er tauchte auf, wie abgesprochen, aber meinte plötzlich, dass ihm das alles nicht so recht passt, dass sich der City Council jetzt meldet, weil ich part-time student (Council Tax) bin und dann die Tatsache, dass wir alle unterschiedlich lange Mietverträge haben wollen, normalerweise würden Studenten ein Haus für ein Jahr - von Juli bis Juli- mieten und dass er uns deshalb nur bis Ende Juni hier haben möchte und danach andere Mieter. Sprachs und sagte, es würden gleich auch einige Leute kommen, um das Haus zu besichtigen. Da klingelte es auch schon an der Tür.
5 Minuten vorher saß ich noch in meinem semi-ordentlichen Zimmer mit ungemachtem Bett und nun latschten fremde Studenten durch unsere Bude!
Graham -der Landlord- jeglichen Feingefühles bar, freute sich auch noch, dass wir das Haus so ordentlich hielten, weil es jetzt besser zu vermieten sei. Vorher wohnten hier irgendwelche Leute, die eher dem Chaos frönten.
Er sei ja auch sehr zufrieden mit uns uns möge uns auch alle, aber es ist nunmal ... etwas unbequem für ihn!
Hier zahlt man Mieten oft mit Cheques und da meine Mitbewohnerinnen keine Chequebücher haben, mussten sie immer bar bezahlen, was er dann auch noch als Grund angab, warum es für ihn besser ist, andere Mieter zu haben.
Tja.

Da heißt es wohl wieder für mich: Umziehen.

03.04.08

Nero

Arbeiten kann ganz schön anstrengend sein, aber das liegt vielleicht auch in der Natur der Arbeit.
Der Coffe Shop ist mitten im Stadtzentrum und ständig reiht sich eine Schlange. Das bedeutet, dass man eigentlich die ganze Zeit unter Zeitdruck arbeitet und eine Menge putzen und abwaschen muss.

Wir sind dazu angehalten, 2 Kunden gleichzeitug zu bedienen. Das ist manchmal einfach, wenn jemand einen Cappuccino und der andere einen Espresso bestellt; kann aber auch etwas komplizierter werden. Es gibt alle Caffes in normal und grande, was man auch immer erstmal erfragen muss. Wenn dann der eine einen Latte grande mit fettarmer Milch und nur einem Schuss Espresso statt den üblichen zwei will, dazu einen Victoria Sponge Cake und einen Rasperry White Chocolate Muffin und noch einen White Chocolate Mocha aber ohne Sahne und der nächste ähnlich ausgefeilte Wünsche hegt, kann das schon mal etwas diffizil werden. Einerseits macht es Spaß immer etwas zu tun zu haben und nicht rumstehen zu müssen, andererseits ist es manchmal auch nervig. Letzten Samstag habe ich 9 Stunden gearbeitet, und da Samstag der stressigste Tag überhaupt ist war ich erstmal die ganze Zeit am Geschirr einsammlen und abwaschen. Wenn man bis zum Ladenschluss arbeitet, muss man auch noch die Böden wischen, Toiletten putzen ...

Mal schauen, wie sich das entwickelt. Sonst ist es aber ganz ok. Erstmal eingewöhnen und so.